Eine Reise in die „Welt der Molekularbiologie“ am EMBL bei Heidelberg
Am 9. Juni 26 besuchte der BIO Leistungskurs der 12. Jahrgangsstufe mit Frau Zölch-Relle die European Molecular Biology Labs, eine der führenden Einrichtungen weltweit für Grundlagenforschung in den Lebenswissenschaften. Uns erwartete eine großzügige, lebendige Ausstellungslandschaft voller interaktiver Exponate, bei der zuerst die riesige LED-Wand mit tollen, wechselnden mikroskopischen Bildern aus der aktuellen Forschung auffiel.
Beim geführten Rundgang begaben wir uns auf eine Reise durch die biologischen Dimensionen und die entsprechende EMBL-Forschung von den Genen bis hin zu Ökosystemen („Life is amazing“)
Da wir gerade im Unterricht das Thema Molekularbiologie und Gentechnik hatten, war dieser Teil eine anschauliche Wiederholung mit konkreten Beispielen, Filmen und Animationen, die die molekularbiologische Forschung feiern und es möglich machen nachzuvollziehen, wie wissenschaftliches Wissen entsteht.
Eine Ebene höher erwartete uns die riesige Cryohall, die über zwei Stockwerke das kalte Herz des Gebäudes bildet. Sie beherbergt ein hochmodernes Kryo-Elektronenmikroskop, das am EMBL entwickelt wurde und für das der EMBL-Forscher Jaques Dubochet 2017 den Nobelpreis für Chemie bekam. Unter dem Motto „Seeing is understanding“ erlebten wir die Leistungen und Faszination der neuen Bildgebungstechnologien, die mit KI und computergestützt abbilden helfen, welche Prozesse unsere Körper am Leben halten.
Bei der selbständigen Erkundung konnten wir uns je nach Interesse tiefer mit speziellen Forschungsthemen wie Krankheit und Gesundheit oder Evolution und Gesellschaft befassen oder über die Erforschung von Krebserkrankungen, die Entwicklung von individuellen Krebstherapien, Krebsprävention und -behandlungen informieren.
Um den „Spirit of EMBL“ die Menschen und ihre Arbeit life zu erfahren, hatten wir noch Gelegenheit, mit einem Wissenschaftler aus Spanien zu sprechen und ihn zu befragen. Alvaro, der in Granada Biochemie studiert hatte, kam vor drei Jahren als postdoc zum EMBL und wechselte von der Laborforschung in die BIG Data-Abteilung, um andere Wissenschaftler bei der Auswertung ihrer Forschungsergebnisse zu unterstützen, er arbeitet mit einem Mausmodell und Tumorzellen von Patienten für die Krebs-Grundlagenforschung.
Abschließend kann man sagen: Uns ist klar geworden, dass die Molekularbiologie unser gesamtes Leben beeinflusst, von der Gesundheit bis zum Klima. Umso wichtiger ist es, die Prozesse und Strukturen dahinter zu verstehen und greifbar zu machen, was dem EMBL mit ihrem Ausstellungskonzept super gelungen ist.
Da die Welt der Molekularbiologie für interessierte Laien ab 14 Jahren konzipiert ist, können auch Menschen mit weniger Vorwissen die Ausstellung besuchen (kostenlos, nach Voranmeldung zu den Öffnungszeiten) und es wird bestimmt für jüngere und ältere eine Interessante und spannende Wissensvermittlung werden.
Barbara Zölch-Relle











