MINT-Bildung: Ergebnisse der Kooperation mit der M3+-Stiftung
MINT fördern heißt Zukunft gestalten – unter diesem Leitgedanken arbeiten das Karolinen-Gymnasium, die KSB-Stiftung und das M3+-Netzwerk eng zusammen. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und diese Themen erlebbar zu machen.
Wie wichtig dieses Zusammenspiel von Schule, Stiftung und Industrie ist, betont auch Rainer Michalik von der KSB-Stiftung. Für ihn bedeutet MINT-Förderung, Talente früh zu erkennen und zu stärken, Orientierung zu geben und Lust auf Zukunftstechnologien zu machen. Entscheidend sei dabei der Praxisbezug: „Wenn junge Menschen sehen, wofür Mathematik, Physik oder Informatik im echten Leben gebraucht werden, entsteht echte Neugier – und manchmal sogar Leidenschaft für Technik.“ Sein Leitgedanke bringt es auf den Punkt: Die Fachkräfte von morgen sitzen heute im Klassenzimmer.
Diesen Praxisbezug erleben unsere Schülerinnen und Schüler immer wieder ganz konkret. Im Januar und März 2026 absolvierten sieben Lernende ein berufliches Praktikum bei der KSB. Der Physik-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 11 besuchte das Unternehmen in Frankenthal und gewann Einblicke in die Herstellung industrieller Pumpen. Bei den Berufsinformationstagen im März stellte die Ingenieurin Anika Witzenhausen der Jahrgangsstufe 12 ihren technischen Beruf vor, und in der Koch-AG erläuterte der Chemiker Günter Scherr chemische Prozesse beim Kochen. Die gesamte Jahrgangsstufe 8 besuchte zudem die Klima-Arena in Sinsheim und nahm dort an Workshops rund um Klimaschutz und Nachhaltigkeit teil.
Zugleich macht die Förderung praxisnahes Experimentieren im Unterricht möglich – mit moderner Ausstattung, die in verschiedenen Fächern und Jahrgangsstufen zum Einsatz kommt. In der Biologie untersuchen unsere Schülerinnen und Schüler mit den neuen desklab-Photometern Themen wie Fotosynthese und abiotische Faktoren experimentell. Sie erfassen Messdaten selbst, werten sie aus und gewinnen Einblicke in naturwissenschaftliche Arbeitsweisen und moderne Messtechnik. In der Chemie ermöglichen neue Experimentier-Sets zur Brennstoffzelle einen anschaulichen Zugang zu nachhaltiger Energiegewinnung und Wasserstofftechnologie. Die Themen lassen sich von der Mittel- bis in die Oberstufe einsetzen und dort vertiefen.
In der Informatik arbeiten Schülerinnen und Schüler in der neuen RoboTech-AG mit LEGO-Education-Robotern an eigenen Projekten und stärken dabei Team- und Problemlösekompetenzen. Im kommenden Schuljahr werden die Roboter auch im regulären Informatikunterricht der 10. Klasse eingesetzt. In der Physik kamen die Smart-Carts erstmals im Grundkurs der 12. Jahrgangsstufe zum Einsatz – in einer offenen Experimentierumgebung mit eigenen Aufgabenstellungen aus der Mechanik. Die Schülerinnen und Schüler experimentierten weitgehend selbstständig und werteten ihre Messungen digital aus. Jede Anleitung stellt einen Bezug zu technischen Anwendungen her: das Hookesche Gesetz zur Materialprüfung, das Rückstoßprinzip beim Propellerantrieb und der Einstieg in die Automatisierung beim Programmieren mit Blockly. Geplant ist, den Einsatz auf weitere Versuche und Jahrgangsstufen auszuweiten.
Wir danken der KSB-Stiftung und dem M3+-Netzwerk für die Unterstützung, die praxisnahe MINT-Bildung an unserer Schule möglich macht.






