Von KI-Chatbots und hoher Ausbeute: Der Chemie-LK auf Labor-Tour
Theorie ist gut, Praxis ist besser und die Arbeit in einem echten Großlabor setzt dem Ganzen die Krone auf! Für den Chemie-Leistungskurs der MSS 12 von Herrn Fenzel ging es in dieser Woche raus aus dem gewohnten Fachsaal des Karolinen-Gymnasiums und rein in die Forschung und Industrie.
Montag: Daten, Dampf und Argumente – Das Projekt SMOKEChem an der RPTU
Die Exkursionstage starteten am Montag, dem 15.06.2026, an der RPTU in Kaiserslautern. Im Schülerlabor der Fachdidaktik Chemie ging es um ein hochaktuelles Thema: Zigaretten und Vapes. Der Besuch war Teil des innovativen Forschungsprojekts SMOKEChem. Dies untersucht, wie künstliche Intelligenz beim naturwissenschaftlichen Argumentieren helfen kann. Nachdem eine Mitarbeiterin uns vorab in der Schule besucht hatte, um die Grundlagen zu legen, wurde es in Kaiserslautern praktisch.
Die Schüler:innen analysierten den Rauch von Vapes und Zigaretten mithilfe spezieller Nachweisverfahren. Bei der anschließenden Demontage der Geräte, bis hin zur Zerlegung der Akkus, kamen nicht nur die Funktionsweise, sondern vor allem die massiven ökologischen Probleme von Einweg-Vapes ans Licht.
Das Highlight: Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es dann um die eigentliche Fragestellung, ob Vapes eine nachhaltige Alternative zur Zigarette sind. Die Schüler:innen nutzten einen eigens für das Projekt programmierten KI-Chatbot, um im Vorfeld an ihrer Argumentationsweise zu feilen und die Logik zu schärfen. Die finalen, datengestützten Argumente formulierten sie anschließend komplett selbst. Daran schloss sich eine kollaborative Phase an, in der sich die Kursmitglieder im Peer-Feedback gegenseitig Rückmeldungen gaben. Wissenschaftliches Argumentieren auf Universitätsniveau? Check!

Dienstag: Starke Ausbeute im Teen’s Lab der BASF
Am Dienstag war die Anreise glücklicherweise etwas kürzer, das Ziel dafür umso größer: Das Teens‘ Lab der BASF in Ludwigshafen. Hier stand die Synthese von Acetylsalicylsäure (ASS) auf dem Plan, besser bekannt als der Wirkstoff von Aspirin.
Da mehrstündige Synthesen im normalen Schulunterricht zeitlich kaum machbar sind, bot das Teens‘ Lab die perfekte Bühne für eine absolut authentische Laborerfahrung. Praktisch: Das Thema schloss sich nahtlos an die aktuellen Reaktionsmechanismen aus dem Unterricht an.
Und der Kurs lieferte ab! Nach erfolgreicher Synthese und anschließender Identifikation des Produkts durch zwei Nachweisreaktionen staunten selbst das Laborpersonal und Herr Fenzel nicht schlecht: Die Ausbeuten unseres LK waren außergewöhnlich hoch. Der Kurs kann absolut stolz auf sich sein.
Fazit der zwei Tage: Die Kittel stehen uns echt gut und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Das müssen wir definitiv wieder machen!